12. Fensterchen

December 11, 2016

Frucade für den Widerstand

 

 

Heute Morgen stand plötzlich eine Kiste Frucade vor der Haustür unseres Nicht-Abriss-Büros. Mit einem netten Zettelchen dran. „Das ist für euch. Damit unterstütze ich eure super Arbeit. Ein anonyme Unterstützerin.“

Das ist toll!  Danke, liebe Spenderin.

Überhaupt, bei all den traurigen Dingen, die wir rund um den Kampf um die Villa erlebt haben (Kasperltheater Stadtvertretungssitzung), gibt es auch so viel Schönes, Wärmendes. Wir bekommen aufmunternde und motivierende E-mails von Sympathisanten und -Innen. Leute treten an uns heran und fragen, wie sie uns helfen können und manchmal bekommen wir eben auch Sachspenden. Meist von Personen, die im Hintergrund bleiben wollen. Erst gestern wurde uns eine Ladung Dynamit angeboten. Wir lehnten ab. Wir wollen die Villa Freudeck ja nicht sprengen, sondern erhalten!

Danke an Geli fürs Nähen der Tarnanzüge.

Und Danke Herr Bürgermeister für die vielen neuen tollen Freundschaften – Aber die Villa bleibt trotzdem stehen!! Gell!!!

 

Wortspende 14

Als ehemalige Schülerin des BG Blumenstraße und Bewohnerin des „Dorfes“ in Bregenz habe ich mich die längste Zeit in dieser Straße und ihren Umgebungen aufgehalten.

Der Stadtteil ist mir nicht nur persönlich sehr lieb, sondern ich denke auch, dass das Villenensemble um den Ölrain/Blumenstraße eine hohe architekturgeschichtliche Relevanz besitzt, die es zu erhalten gilt.

Natürlich sind Renovierungsarbeiten alter Häuser oft unumgänglich, doch im Falle dieser spezifischen Villa geht es nicht um die Erhaltung/ Aktualisierung eines alten Gebäudes, sondern um einen Abriss, der sich mir nur unter dem Hintergrund des Geldes erklären lässt. Weshalb sollte man sonst ein Gebäude, das eines der schönsten der Stadt ist, dem Boden gleichmachen?

Ein Ensemble kann nur als Ensemble bestehen und nicht einfach in seiner Mitte durchbrochen werden. Eine künstlerische Vision des frühen 20. Jahrhunderts kann nicht durch einen radikalen stilistischen Bruch aus der Gegenwart weiterbestehen.

Franca Zitta,  Masterstudium der Kunstwissenschaften, Universität Amsterdam

 

 

 

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