Gladiatorenkämpfe sollen Terroristen anlocken!


Es sollte natürlich heißen: „Touristen“.... aber eine gute Schlagzeile ist ja bekanntlich die halbe Miete.

Unser Fundbüro blieb ein paar Tage geschlossen, da wir über Ostern nach Ephesus reisten, um uns ein Bild von den dortigen Römerfunden zu machen. Die kochen auch nur mit Wasser. Was wir dort sahen, ist nichts, im Vergleich zu den Funden am Ölrain.

Denn neben der Sache mit dem Geheimgang, gibt es noch eine weitere sensationelle Entwicklung bei uns in Viertel. Es wird ja vermutet, dass am Ölrain eine ganze römische Stadt begraben liegt. Eine Stadt unter der Stadt also. Aktuelle Grabungen – nicht nur neben der Villa Freudeck, sondern auch in der Tiberiusstraße - nähren diese Vermutung. Das kam nicht ganz überraschend – die Überraschung kommt jetzt ;-)

Da nur ein kleiner Teil dieser Stadt freigelegt wurde, überlegen sich die Verantwortlichen nun, ob man nicht einfach den ganzen Ölrain ins Vorkloster umsiedeln soll, damit da oben alles freigelegt werden kann. Auch über einen möglichen Wiederaufbau – also einer 1:1 Rekonstruktion der ehemaligen Römerstadt - wird bereits laut nachgedacht. Die Stadtverantwortlichen in Bregenz setzen also nicht mehr auf die Seestadt – sondern .... auf die Römerstadt. Gladiatorenkämpfe, Streitwagenrennen, großzügigen Badeanlagen und eine „Universität für Debattierfreude“ sollen viele Touristen in die Bodenseestadt locken.

Neben dem vielen Geld, das so nach Bregenz fließen soll, könnten auch andere leidige Probleme gelöst werden. ... so, wie schon vor 2000 Jahren Probleme gelöst wurden. Z.B. könnte man so Integrationsunwillige beim Kampf mit wilden Tieren charmant entsorgen ... oder unsere Notreisenden bekämen einen gesicherten Platz als Statisten. Die Stadtverantwortlichen könnten sich endlich wieder in Ruhm und Ehre hüllen und sich mit goldenen Lorbeeren geradezu überhäufen.

Das der Plan.

Wie aber soll das gehen, eine Umsiedlung des Ölrains ins Vorkloster?

Man denke da an die Rodung des Mehrerauer Waldes ...oder an die Wiesen hinter der Kläranlage. Dort könnten alle Häuser, die jetzt am Ölrain stehen - und abgetragen werden müssten - wieder aufgebaut werden. Der Bürgermeister grinst. Baufirmen reiben sich bereits die Hände. Betroffene schütteln ihre Köpfe. Die Bewohner vom Ölrain wollen nicht hinter der Kläranlage wohnen und die Vorklöstner haben auf die Geldigen vom Ölrain auch nicht eben gewartet. Naturschützer sind für den Erhalt des Mehrerauer Waldes. Erste Bürgerinitiativen formieren sich. Eh klar.

Scheiß Bürgerinitativen!!! Was soll das immer? Kann man in Vorarlberg denn gar nichts Vernünftiges mehr machen, ohne dass sich gleich ein paar Wichtigtuer „aufgageln“?

Übrigens: Dem Heuschrecken-Geldhai Flickenmüller haben wir eine Absage erteilt. Er bekommt unsere Zeitmaschine nicht ....wir hatten ja selbst noch gar keine Zeit, sie für unser Fundbüro zu nutzen, so wie`s bei uns ständig zugeht. Getestet haben wir sie. Funktioniert einwandfrei. Aber, den mexikanischen Gartenzaun vom Donald, als Schutz vor Investoren, den nehmen wir. Dafür darf Herr Flickenmüller uns auf unserer ersten Zeitreise begleiten.