May 20, 2017

(1) Bauwerke und sonstige Anlagen müssen so angeordnet und hinsichtlich Größe, Form, Farbe und Baustoffen so gestaltet sein, dass sie sich in die Umgebung, in der sie optisch in Erscheinung treten, einfügen oder auf andere Art der Umgebung gerecht werden.

(2) Auf eine erhaltenswerte Charakteristik des Orts- oder Landschaftsteiles, dem das Bauwerk oder die sonstige Anlage zuzuordnen ist, sowie auf erhaltenswerte Sichtbeziehungen mit anderen Orts- oder Landschaftsteilen ist besonders Rücksicht zu nehmen. Die Charakteristik eines Ortsteiles ist jedenfalls dann erhaltenswert, wenn der Ortsteil durch kulturhistorisch oder architektonisch wertvolle Bauwerke geprägt ist.

(3) Der Abbruch von Bauwerken und Bauwerksteilen darf die erhaltenswerte Charakteristik des Orts- oder Landschaftsteiles, dem das Bauwerk zuzuordnen ist, nicht erheblich beeinträchtigen.

(4) Die Gemeindevertretung kann zum Schutz des Orts- und Landschaftsbildes nach den Abs. 1 und 2 durch Verordnung bestimmen, dass Ankündigungen...

May 18, 2017

Diesmal hat es geklappt. Wir landeten  im Bregenz 300 nach Christus. Unsere Fundsuche konnte beginnen.

Wir standen unter der alten Eiche, zupften unsere Ziegenkäsehändlerverkleidung zurecht und brachten unsere zerzausten Frisuren wieder in ihre historische Passform.

Als wir uns vorsichtig umsahen, waren wir überwältigt. Aber nicht von einer Horde Straßenräuber.... auch nicht von einer der berüchtigten römischen Vorstadtpatrouillen, sondern die Schönheit um uns herum war es, die uns überwältigte.

Es war phantastisch. Vollkommen friedlich. Alles im Einklang. Stünde ich nicht in einem Kuhfladen, würde ich mir so das Paradies vorstellen.

Vögel zwitscherten ihre fröhlichen Liedchen. Schmetterlinge tanzten durch die knorrigen Äste. Bienchen summten. Zwei süße Eichkätzchen liebten sich vor unseren Augen. Und ein Duft war das. Nach Blumen und Kräutern. Großartig........so großartig, dass wir allmählich daran zweifelten, ob wir überhaupt richtig waren.

Konnte diese Harmonie.... dieser Einklang.... ü...

May 1, 2017

Drei. Zwei. Eins. Go ......... Was soll ich sagen. Unsere erste Zeitreise  war ein Disaster. Wir landeten nicht im Bregenz 300 n. Chr. ...sondern 3000 nach Christus. Wie das geschehen konnte? Wir hatten eine Vermutung.

Beim Start stellten wir uns in unserem Fundbüro im Kreis auf und hielten uns an den Händen. In der Mitte platzierten wir den dicken Flickenmüller. Als alle gut standen – mit leicht gegrätschten Beinen-, konzentrierte sich jeder einzelne auf  die gewünschte Jahreszahl .... und schon waren wir unterwegs. Mit etwas Übung klappt das immer. Wir vermuten, dass der Geldhai Flickenmüller nichts als Zahlen im Kopf hatte. Wahrscheinlich malte er sich vor seinem geistigen Auge wieder einmal aus, wie viel Geld ihm diese Zeitmaschine bringen würde. ...und so stand da einfach eine Null zu viel im Raum.

Wir landeten also nicht unter der alten Eiche, sondern auf einem riesigen Betonplatz. Wir waren auf dem Dach von Bregenz gelandet. Die ganze Stadt war ein einziger gigantischer Betonklotz...

April 27, 2017

Gestern war es dann soweit. Wir begaben uns auf unsere 1. Zeitreise ...zurück ins alte Bregenz. Wir wollen uns ja umsehen und umhören, was unter der Villa Freudeck damals so alles verloren gegangen sein könnte. Die Uhr stellten wir auf ca. 300 nach Christus. Das Militärlager nach Christi Geburt interessierte uns nicht. Wir wollten die Kultur, das Stadtleben und den gepflegten Umgang unserer Vorfahren kennenlernen. Nicht diese ungehobelten, brutalen und leicht reizbaren Streithammeln, die hier im Lager stationiert waren. Auch hatten wir Probleme bei der  Beschaffung geeigneter Uniformen ... und ohne die, geht gar nichts. Bäh.

... denn so eine Zeitreise ist natürlich nicht ganz ungefährlich. Immerhin wissen wir, gab es damals ein Forum.... und wir wollten weder wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen werden, noch uns mit einem Haufen stinkender germanischer Sklaven prügeln und schon gar nicht  wollten wir selbst versklavt werden,  um womöglich einen immer grinsenden Stadthalter den ganzen Tag...

April 20, 2017

Es sollte natürlich heißen: „Touristen“.... aber eine gute Schlagzeile ist ja bekanntlich die halbe Miete.

Unser Fundbüro blieb ein paar Tage geschlossen, da wir über Ostern nach Ephesus reisten, um uns ein Bild von den dortigen Römerfunden zu machen. Die kochen auch nur mit Wasser. Was wir dort sahen, ist nichts, im Vergleich zu den Funden am Ölrain.

Denn neben der Sache mit dem Geheimgang, gibt es noch eine weitere sensationelle Entwicklung bei uns in Viertel. Es wird ja vermutet, dass am Ölrain eine ganze römische Stadt begraben liegt. Eine Stadt unter der Stadt also. Aktuelle Grabungen – nicht nur neben der Villa Freudeck, sondern auch in der Tiberiusstraße - nähren diese Vermutung. Das kam nicht ganz überraschend – die Überraschung kommt jetzt ;-)

Da nur ein kleiner Teil dieser Stadt freigelegt wurde, überlegen sich die Verantwortlichen nun, ob man nicht einfach den ganzen Ölrain ins Vorkloster umsiedeln soll, damit da oben alles freigelegt werden kann. Auch über einen möglichen Wied...

April 7, 2017

Es wird bereits zur morgendlichen Routine. Jeden morgen um 9.00 Uhr, wenn unser Fundbüro öffnet, steht bereits ein kleines Grüppchen Nachbarn vor unserer Tür. Gestern zeigte uns Herr Gaspari eine römische Kleiderspange, die er beim Vertikutieren fand. Frau Kaufmann stieß beim Umstechen ihres kleinen Gemüsebeets auf einen Tontopf voller Münzen – wahrscheinlich eine frühe Form eines Sparschweins und Herr Batisti kam nun schon das dritte mal mit Scherben, die leider immer noch kaum älter waren, als er selbst. Also nichts Aufregendes. Danach aber, wurde es spannend.

Wie ihr sicher wisst, wurden ja die Sondierungsgrabungen rund um die Villa Freudeck vorerst eingestellt, um die ersten Funde zu analysieren und mit dem Besitzer ein weiteres Vorgehen neu zu verhandeln ....... und da gibt es nun mögliche Hinweise in drei Richtungen.

1. Gerüchte über einen angeblichen Geheimgang verdichten sich.

2. Archäologen vermuten eine ganze Stadt unter der Stadt!!!!!!!  

3. .... und vieles deutet auch auf die E...

April 4, 2017

Heute rief Herr Flickenmüller aus Köln bei uns an. Heuschreckeninvestor von der übelsten Sorte. Er wollte mit dem Chef des Fundbüros sprechen. Als Felix ihm mitteilte, dass  es so etwas bei uns nicht gäbe – EINEN Chef ...hörten wir am anderen Ende der Leitung ein leises Kopfschütteln. Nun gut. Es ginge ihm um die Zeitmaschine. Ob wir den wirklich so etwas haben. Wenn ja, dann wäre das ja die sensationellste  Entdeckung überhaupt... und das er diese sofort kaufen würde.  1,3 Mrd. wäre ihm der Spaß wert.

Na Bum. 1,3 Mrd. !!! Wir bekamen weiche Knie.

Es kommt noch dicker. Her Flickenmüller, dieser alte Fuchs, war natürlich schlau - das muss man ihm lassen. Er wusste, dass man uns mit Geld nicht kaufen können würde, deshalb hatte er sich tadellos in die Materie eingelesen und machte uns folgenden Vorschlag.

„Wir machen da aus dem Georg-Baumeister Viertel eine Erlebniswelt, wie man sie noch nie gesehen hat. Disneyland sei nichts dagegen. Den störenden Bungalow aus den späten 50er-Jah...

April 2, 2017

Aus unserem  ersten Ausflug - zurück ins alte römische Bregenz -vorgestern Vormittag wurde leider nichts. Es kam da etwas dazwischen. 

Gerade als wir mit etwas Verspätung „Zeitmaschine spielen“ wollten, klopfe es energisch an die frisch gestrichene Tür unseres Fundbüros. Bunt gestreift übrigens, um unsere politische Unabhängigkeit zu demonstrieren.

Draußen stand eine ältere Dame mit einem Schubkarren. Sie sah ein bisschen aus wie eine Schildkröte, für die Jahreszeit viel zu warm gekleidet und roch dezent nach Mottenkugeln ..... uns allen war die Dame unbekannt. Ihr Schubkarren war gut gefüllt mit Grünzeug.

Ohne viel Zeit mit den allgemeinen Höflichkeitsfloskeln zu verlieren, textete sie uns zu. Mit schwäbischem Einschlag. Sie habe von unserem Fundbüro gehört - tolle Sache - und sie hätte da etwas für uns. Etwas, das uns möglicherweise weiterbringen könnte.

Fragende Gesichter. Ah ja? Grünschnitt? ..... dass war es, was wir unbedingt brauchten bei unserer archäologischen Spurensuche. Wi...

March 30, 2017

Die archäologische Sachensuche ist ja bekanntlich ein eher langwieriger Job, deshalb haben wir uns auf einen ruhigen Start in unserem Fundbüro eingestellt.

Wir waren gerade dabei unser Widerstandsbüro neu zu organisieren. Ihr wisst schon. Türschild anbringen,Trennwände aufstellen, ausmalen ...ein bisschen umstellen, so, dass die Besucher den Eindruck haben, sie wären in einem richtigen Fundbüro, als bereits die erste verschlüsselte Botschaft von einem unserer Außenposten eintraf. Ihr habt richtig gehört. VERSCHLÜSSELT. Denn auch wenn wir für manche nur verstaubte Verhinderer sind......JA, wir arbeiten mit modernster Technologie. Ihr werdet noch staunen.

Jedenfalls .... die Botschaft .... soviel sei verraten ..... es bahnt sich möglicherweise eine erste kleine Sensation an. Und das bereits am ersten Tag!!!!!

Bei einer frühen - recht tief angelegten - Punktgrabung, wurde ein spektakuläres Fundstück geborgen, welches vor allem Fragen aufwirft, aber auch mögliche Antworten zum Leben im alten...

March 29, 2017

Heute fiel der Startschuss! Die archäologischen Ausgrabungen rund um die Villa Freudeck haben begonnen. Diese Fundsuche wollen wir begleiten – mit einer Lost & Found Rubrik - und laufend darüber berichten. Bis allerdings erste Ergebnisse sichtbar sein werden, haben wir uns schon einmal ins alte Brigantium zurück begeben, um uns ein bisschen schlau zu machen ...... was denn damals so alles verloren ging und nun eventuell darauf wartet, gefunden zu werden.  Sehr lässig, was da alles begraben sein könnte – so viel sei verraten.  Bleiben sie dran.

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