Bregenz - ein einziger Betonklotz!

May 1, 2017

 

Drei. Zwei. Eins. Go ......... Was soll ich sagen. Unsere erste Zeitreise  war ein Disaster. Wir landeten nicht im Bregenz 300 n. Chr. ...sondern 3000 nach Christus. Wie das geschehen konnte? Wir hatten eine Vermutung.

 

Beim Start stellten wir uns in unserem Fundbüro im Kreis auf und hielten uns an den Händen. In der Mitte platzierten wir den dicken Flickenmüller. Als alle gut standen – mit leicht gegrätschten Beinen-, konzentrierte sich jeder einzelne auf  die gewünschte Jahreszahl .... und schon waren wir unterwegs. Mit etwas Übung klappt das immer. Wir vermuten, dass der Geldhai Flickenmüller nichts als Zahlen im Kopf hatte. Wahrscheinlich malte er sich vor seinem geistigen Auge wieder einmal aus, wie viel Geld ihm diese Zeitmaschine bringen würde. ...und so stand da einfach eine Null zu viel im Raum.

 

Wir landeten also nicht unter der alten Eiche, sondern auf einem riesigen Betonplatz. Wir waren auf dem Dach von Bregenz gelandet. Die ganze Stadt war ein einziger gigantischer Betonklotz. Keine Villa Freudeck. Keinen Martinsturm. Keine Oberstadt. Einfach eine riesige Betonkiste......  mit zwei kleinen Einflugöffnungen. Unsere Baufirmen wären beeindruckt, wie konsequent 1000 Jahre später ihre Visionen umgesetzt wurden. Nun gut .... durch die Einfluglöcher flogen unentwegt Amazon-drohnen ein und aus. Bürgermeister gab es keinen mehr. Regiert wurde die Stadt von Amazon und Google. Von der Zentrale aus. Wenn es Schwierigkeiten gab, konnte die Kiste auf Kopfdruck gesprengt werden. Das nennt sich Wirtschaftsdemokratische Globalrepublik. Menschen sahen wir keine.....die sabberten wahrscheinlich in ihre Multimediaboxen und wurden intravenös ernährt. Der Pfänder war weg. Bestimmt an die Deutschen verscherbelt. Der See ausgetrocknet. Bäume nicht als solche zu erkennen.

Furchtbar. Wir wollten so schnell wie möglich weg... ins Bregenz 300 nach Christi. Also rasch einen Kreis bilden, dem Flickenmüller einbläuen, dass er für fünf Minuten nicht an Zahlen denken darf ....und weg waren wir.

Share on Facebook
Please reload